Am 4. 3. geht es los!
138 SchülerInnen aus 13 Klassen verzichten am BRG Hamerling für drei Wochen auf ihr Smartphone oder schränken dessen Gebrauch drastisch ein. Auch einige LehrerInnen legten sich ein Tastenhandy zu, manche Eltern und Geschwister von SchülerInnen beteiligen sich ebenfalls am Smartphone-Entzug.
Um den aktiven TeilnehmerInnen die drei Wochen zu versüßen, werden sie mit OFFLINE-Tagebüchern und Buttons ausgestattet, es wird ein OFFLINE-„Kummertelefon“ geben (Überraschung!) und vieles mehr…
Die Kinder und Jugendlichen können sich während des Experiments auch selbst filmen, von ihren Erfahrungen sprechen und die Ergebnisse an die ORF-Redaktion schicken; vielleicht finden sie sich dann Ende Mai in der ORF-Doku über eben diesen Versuch wieder… Lisa Gadenstätter („DOK 1“) wird dem BRG Hamerling im Mai noch einen Besuch abstatten und einige SchülerInnen zum Interview bitten.
Bestimmt haben einige die ORF1-Dokumentation von 2025 über den 3-wöchigen Smartphone-Entzug von 69 SchülerInnen an einer niederösterreichischen Schule gesehen… (https://on.orf.at/video/14290303/dok-1-drei-wochen-handy-entzug-das-experiment)
Nun wird das Experiment eben auf ganz Österreich ausgeweitet und das BRG Hamerling ist dabei; der Versuch ist natürlich freiwillig – und auch diejenigen, die sich drei Wochen nicht vom Smartphone bzw. einiger seiner Funktionen trennen können oder wollen, können als Kontrollgruppe etwas beitragen. Das Experiment wird wissenschaftlich begleitet, die SchülerInnen füllen zu unterschiedlichen Zeiten Fragebögen zu ihrem Wohlbefinden aus.
Um dieses geht es letztendlich auch bei dem Experiment. Wir sind eine Gesellschaft von mehr oder wenigen Süchtigen geworden (Erwachsene selbstredend nicht ausgenommen – Ausnahmen bestätigen die Regel), der ständige Griff zum Smartphone hat aber wahrscheinlich noch niemanden nachhaltig zufrieden gestellt… Die Produktivität nimmt ab, der Dopaminspiegel wird von den Apps gelenkt, sich zu fokussieren wird schwieriger (von sogenanntem „Deep reading” ganz zu schweigen”), wir sind oft überall – und somit nirgends richtig.
Herauszufinden, wer oder wie man ohne permanent verfügbare Ablenkungs- und Unterhaltungsmöglichkeiten ist: Dabei soll der weitgehende Smartphone-Verzicht von 4. – 24. März 2026 helfen. Wir sind gespannt!
Bericht: Martina Scheuringer
weitere Ansprechperson: Nadine Pürmayr
