Autor: Felix Hackl, 5MKK (ohne KI-Einsatz)

DISCLAIMER! Das Lesen dieses Textes könnte mit einer Störung der Selbstwahrnehmung und Zweifeln an der eigenen Existenz einhergehen.

Wie kann es eigentlich sein, dass ich existiere? Diese Frage beschäftigt die Menschheit seit Jahrtausenden. Es gibt Philosophen, deren Beruf es ist, über genau solche existentiellen Fragen nachzudenken und zu reden.

Viele Menschen machen es sich leicht, indem sie Religionen gründen oder folgen, um genau diese Frage in ein paar Sätzen zu erklären, einfach, indem sie sagen, dass genau dieses Leben der Wille eines allmächtigen Schöpfers mit Bewusstsein ist. Ob sie Recht haben? Wahrscheinlich nicht, denn all diese Meinungen stammen wiederum nur von irgendwelchen Menschen, die wahrscheinlich auch nicht schlauer waren oder mehr wussten als wir.

Doch das heißt nicht, dass alle Grundgedanken zwingend falsch sein müssen.

Mithilfe von Wissenschaft haben wir Menschen langsam immer mehr analysiert – und so bereits vieles herausgefunden. Bis jetzt ist der kleinste bekannte Bestandteil von allem, das wir kennen, ein sogenanntes Quark. Aus diesen Teilchen wurden immer größere zusammengebaut, von Atomen über Zellen bis hin zu komplexen Lebewesen wie uns. Doch das heißt somit, dass wir ohne unsere Bestandteile schlichtweg verschwinden würden. Zu unserer Existenz gehört allerdings auch ein sogenanntes Bewusstsein. Nur durch dieses ist es uns Menschen überhaupt möglich, über das Leben zu philosophieren.

Laut der Wissenschaft ergibt sich dieses einfach im Gehirn. Aber das Gehirn besteht nur aus Zellen, die wiederum aus Atomen und wiederum aus Quarks bestehen… Diese winzigen Teilchen sind es also, die durch starke Kräfte Gebilde formieren konnten, die – in unserem Gehirn – nicht komplexer sein könnten.

Zellen selbst sind bereits als Lebewesen anerkannt. Wie kann es sein, dass wir auch eigenständige Lebewesen sind, wenn wir einzig und allein das Produkt vieler Lebewesen sind? Sehr spannend finde ich auch, dass in allen Zellen Mitochondrien enthalten sind und diese sich auch per Zell-DNA vermehren, obwohl sie vor wahrscheinlich Jahrmilliarden noch als eigenständige Organismen außerhalb von Zellen existierten, bis sie eine Symbiose mit diesen entwickelten, und ihre Eigenschaften des Lebens langsam abbauten, nur um irgendwie weiterzuexistieren. Mithilfe von Wissenschaft kann man erklären, wie sich die Natur aus winzigen Teilchen entwickelt hatte. Doch die Frage, die man sich dabei die ganze Zeit stellen sollte, ist, woher diese winzigen Teilchen und die physikalischen Regeln, ohne die wohl nie irgendetwas Größeres entstanden wäre, denn eigentlich kommen. Die Idee, dass es rein gar nichts auf dieser Bühne des Lebens, womöglich nicht einmal eine Bühne hätte geben können, klingt gleichzeitig einleuchtend als auch komplett schwachsinnig.

Denn auf die Frage, woher alles kommt; darauf haben viele Wissenschaftler gemeint, eine Antwort gefunden zu haben. Irgendwann ist laut ihnen irgendetwas Gigantisches explodiert und hat sich dann einfach zu der heutigen Welt ergeben. Wenn man jedoch genau hinschaut, beantwortet dies die Frage noch immer nicht. Am Ende kommt man immer wieder zu derselben Frage zurück, da die Explosion eines gigantischen Objekts impliziert, dass es irgendwie bereits ein Objekt gab. Womöglich ist diese Frage die schwerste, die der Menschheit je in den Sinn gekommen ist.

Selbst für das Zeitreisen haben wir in der Theorie Möglichkeiten gefunden. Und von diesem Standpunkt aus können wir den Grundgedanken vieler Religionen, nämlich das Bestehen einer hohen Kraft, die nicht beweisbar, aber auch nicht widerlegbar ist, durchaus verstehen, auch wenn heilige Schriften, wie die Bibel, fast schon an Märchen erinnern.

Wir Menschen sind Spitzenreiter darin, widersprüchlich zu sein. Einerseits erklären wir vieles mit Dingen, die wir nie zu Gesicht bekommen haben, andererseits glauben wir nicht an Vorstellungen, die nur in den Köpfen anderer existieren – für beides gibt es weder Beweis noch Gegenbeweis.

Selbst manche Fakten können sich im Nachhinein als falsch herausstellen, was in der Geschichte oft genug passiert ist. Selbst die Welt ist nicht komplett beweisbar. Was, wenn dieses Leben nur in mir stattfindet? Was, wenn ich alles oder nichts gleichzeitig bin? Was, wenn ich einfach nicht existiere und das die Antwort auf die anfängliche Frage ist? Wir werden es womöglich nie wissen können. Und all dies ist einfach nur in meinem Gehirn entstanden. Einem Organ aus Zellen, die wiederum aus Atomen bestehen, die wiederum aus Quarks bestehen.

Besser, wenn wir einfach nicht zu viel darüber nachdenken, bevor wir verrückt werden.