Auf Talentesuche mit den 3. Klassen

 

Alljährlich nehmen am BRG Hamerling alle SchülerInnen der 3. und 4. Klassen an verschiedenen Workshops teil, die sie in ihrer Bildungs- und Berufsorientierung unterstützen sollen.

Eva Reisinger, Mara Brand, Marie Wagner, Louisa Kühn-Laimer, Valentina Benczak und Noemi Angermayr aus der 3M über ihren „Talent Space“-Tag in der Wirtschaftskammer Oberösterreich:

Am Donnerstag, den 17. 10. 2024, standen wir alle gespannt vor der WKOÖ in Linz. Ein netter junger Herr namens Frank begrüßte uns und führte uns durch das beeindruckende Gebäude in einen Raum mit der Aufschrift „Talent Space“. Darin befanden sich sehr viele Geräte, meist mit Bildschirmen.

Frank zeigte uns eine App, die uns durch den Tag und bei den 14 Stationen im Talent Space begleiten sollte. Jede der Stationen bezog sich auf bestimmte Themen, Interessen und Kompetenzen, die in der Arbeitswelt gefragt sind, von „Neugier“ bis „technische Intuition“; am Ende sollte jeder eine Auswertung seiner ausgeprägtesten Talente und Fähigkeiten bekommen.

Die aufregendsten Stationen möchten wir euch vorstellen:

Virtual reality:

Als man die VR-Brille aufsetzte, stand man plötzlich in einer Werkstatt des 17. Jahrhunderts. Unsere Aufgabe war es, die Gegenstände aus dem 20. bzw. 21. Jahrhundert, wie z.B. eine CD, ein Telefon, Autoreifen oder eine Redbulldose, zu finden und zu „entfernen“.
Man konnte sich mit dem Joystick teleportieren, was zugegebenermaßen etwas verwirrend war. Die fünf Minuten pro Station vergingen jedenfalls wie im Flug.

3D-Zimmer einrichten:

Hier konnte man sich kreativ austoben, da wir Möbelstücke und Sitzmöglichkeiten unserer Wahl einfügen konnten, bis das Zimmer unserem Geschmack entsprach.

Man musste aufpassen, dass der Raum nicht zu überfüllt aussah und dass sich nichts überlappte.

Tanzen

Bei dieser Station konnten wir unser Rhythmusgefühl unter Beweis stellen. Da wir eine Musikklasse sind, bereitete uns dies besonders viel Spaß. Mit dem beigelegten Kopfhörer wurde uns Musik verschiedenster Stilrichtungen eingespielt. Durch das Tanzen auf der hellerleuchteten Tanzfläche konnte man viele Punkte sammeln. Natürlich wollte jeder die meisten Punkte ergattern, indem man die wechselnd hellen Stellen am Boden tanzend berührte. Man konnte entscheiden, ob man mit geschlossenem oder offenem Vorhang tanzen wollte; die meisten entschieden sich für ersteres. Nach fünf Minuten kam hier jeder außer Atem hinter dem Vorhang hervor. Als man die Aufgabe gemeistert hatte, sollte via App – wie bei jeder Station –  jede Person noch Fragen dazu beantworten, wie wohl man sich bei der Aufgabe gefühlt habe etc. Auch diese Angaben fanden Eingang in die Gesamtauswertung jedes Einzelnen.

 

Influencer sein

Auf diese Station freuten sich manche besonders. In einem kleinen Raum mit Bildschirm konnte man seine Fähigkeiten als Influencer ausprobieren. Durch den Green-Screen-Hintergrund befand man sich sofort in einer anderen Welt. Mit vollem Eifer begannen wir in dem Livestream von unserem selbtgewählten Thema zu erzählen. Parallel dazu wurden ganz viele Fragen im laufenden Chat gestellt. Manche von uns stressten diese Fragen sehr. Man musste gleichzeitig erzählen und dabei die Fragen berücksichtigen und bestenfalls darauf eingehen. Alle waren froh, dass man sich in einem Raum befand und nicht jeder mithören konnte.

 

„Stille Post“

Eine weitere witzige Station bei unserem Talent Space-Workshop war eine Märchen-Nacherzählung. Die ersten beiden Personen bekamen via Computer ein Märchen erzählt und mussten es so gut wie möglich auf Video nacherzählen. Die nächsten schauten sich das Video der vorigen an und mussten es wieder nacherzählen usw. Die Station war lustig, weil aus dem Zwei-Minuten-Märchen schließlich eine zehnsekündige Nacherzählunge wurde.

Nach den Stationen unterhielten wir uns dann am Nachmittag noch gemeinsam über unsere Stärken und Schwächen, spielten Berufs-Activity oder mussten uns ohne zu sprechen unserer Schuhgröße gemäß aufstellen. Frank gab uns auch noch viele Tipps für unseren Ausbildungs- und Lebensweg mit.

Die Aufmerksamkeit war am Nachmittag allerdings nicht mehr ganz so ausgeprägt wie am Vormittag bei dem kurzweiligen Stationenbetrieb.

Insgesamt war der Workshop sehr lehrreich und wir haben viel über uns selber herausgefunden.